Was ist eigentlich eine Lungenembolie ?

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    • Was ist eigentlich eine Lungenembolie ?

      Lungenembolie

      Ein Blutgerinnsel (am häufigsten aus Bein- oder Beckenvenen) kann mit dem Blutstrom in die Lungengefäße gelangen und sie verstopfen


      Zusammenfassung:
      Die Lungenembolie ist ein plötzlicher Verschluss von Blutgefäßen in der Lunge.
      Dazu kommt es, wenn sich Blutgerinnsel, die am häufigsten in den Venen der Beine oder den Beckenvenen entstehen, ablösen und durch das Herz in die Lunge eingespült werden. Allgemein bedeutet eine individuelle Neigung zur Thrombosenbildung auch gleichzeitig eine erhöhtes Risiko für Lungenembolie. Oft wird eine Lungenembolie dadurch ausgelöst, dass zu einer ererbten Neigung eine besondere Lebenssituation kommt. So zählen etwa die Zeit nach einer Operation oder eine Entbindung zu den Risikofaktoren für eine Lungenembolie.
      Es gibt kaum Anzeichen, an denen eine Lungenembolie sofort erkennbar wäre und eine eindeutige Diagnose ist nur im Krankenhaus möglich. Eine rasche medikamentöse Behandlung ist notwendig. In Ausnahmefällen wird versucht , die Embolie durch chirurgische Maßnahmen zu entfernen.
      Wenn infolge der gestörten oder unterbrochenen Durchblutung der Lunge Lungengewebe abstirbt, spricht man von einem Lungeninfarkt.
      Die Heilungschancen der Lungenembolie sind sehr unterschiedlich und hängen von der Größe des betroffenen Lungenbezirkes ab.

      * URSACHEN
      * BESCHWERDEN
      * DIAGNOSE
      * BEHANDLUNG


      Die Lungenembolie ist eine häufige Erkrankung; sie betrifft rund ein Prozent aller Krankenhauseinweisungen. Sie tritt mit zunehmendem Alter gehäuft auf. Jeder zweite Patient ist bereits älter als 50 Jahre. Etwa zwei Drittel der Betroffenen leiden gleichzeitig unter einer Erkrankung des Herzens (Begünstigende Krankheiten).
      Bei bis zu einem Viertel aller untersuchten Verstorbenen ist eine Lungenembolie nachweisbar. Jedoch bloß bei etwa einem Drittel davon war die Embolie schon vor dem Tode diagnostiziert worden. Unter den Lungenerkrankungen führt die Lungenembolie am häufigsten zum Tode. Etwa jeder vierte Betroffene überlebt die Lungenembolie nicht.

      Ursachen Lungenembolie
      Ausgelöst wird eine Lungenembolie in den meisten Fällen von einer Venenthrombose.
      Diese Blutgerinnsel entstehen zumeist in den Venen der Beine oder in den Beckenvenen. Gefährlicher als Thrombosen nahe der Körperoberfläche sind Thrombosen, die in tiefer liegenden Venen des Beines (in den so genannten tiefen Beinvenen) oder in den Beckenvenen entstehen, da die sich bildenden Blutgrinnsel ein großes Kaliber haben. Möglicherweise haben viele Patienten mit Lungenembolie eine vererbte Neigung zu dieser Krankheit. Der Zustand, der die Krankheit begünstigt, kann lange Zeit unauffällig bleiben und wird erst in einer belastenden Situation deutlich.***
      Vom Ort ihrer Entstehung losgerissen und freigesetzt werden die Blutgerinnsel durch die Kammern des rechten Herzens durchgeschleust und bleiben erst in den größeren oder kleineren Lungengefäßen stecken.

      Alle Umstände, welche die Thrombosenbildung fördern, erhöhen auch das Risiko, an einer Lungenembolie zu erkranken. Zu den Hauptursachen der Thromboseentstehung zählen:

      * Bewegungsmangel infolge langer Bettlägerigkeit (beispielsweise nach einem Schlaganfall oder beim Aufenthalt auf der Intensivstation)

      * Bewegungsmangel bei langen Reisen mit Flugzeug, Bus oder Auto

      * die Zeit nach einer Operation

      * Übergewicht

      * Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett oder das Einnehmen der Pille

      * Verletzungen, wie z. B. Knochenbrüche

      Es gibt auch andere Ursachen für eine Lungenembolie; die sind mit fünf Prozent jedoch deutlich seltener. Zu diesen weniger häufigen Ursachen zählen:

      * Teilchen, die sich infolge eines Infarkts aus dem Fettgewebe oder dem Knochenmark gelöst haben

      * Fruchtwasserembolie während einer Schwangerschaft. Ursache einer Fruchtwasserembolie ist das Eindringen größerer Mengen von Fruchtwasser in den Blutkreislauf der Mutter, zumeist während oder knapp nach der Geburt.

      * Auch Gewebezellen oder Krebszellen können manchmal die Lungengefäße embolisieren.

      * Bakterien und Parasiten

      * Fremdkörper

      * Luft (sogenannte Luftembolie, das ist das Eindringen von Luft in den Blutkreislauf)
      Auch verschiedene Krankheiten können die Entstehung einer Lungenembolie fördern (Begünstigende Krankheiten).


      *** Anmerkung von Chris:
      Bitte bei den Beratungsgesprächen schon darauf hinweisen, wenn es in
      der Familie bereits Fälle von Embolien gab.
      Spätestens beim Einrücken ins Krankenhaus solltet ihr dann darüber reden.
      Wichtig !!!!!



      Quelle: gesundheitpro.de/Lungenembolie…e-A050829ANONI013162.html

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    • RE: Was ist eigentlich eine Lungenembolie ?

      Begünstigende Krankheiten
      Zu den Krankheiten, welche die Entstehung einer Lungenembolie begünstigen, zählen

      * bestimmte Bluterkrankungen

      * chronische Erkrankungen der Atemwege

      * manche Arten von Krebserkrankungen

      * Venenentzündungen

      * chronische Herzerkrankungen wie z. B. eine Erkrankung des Herzmuskels oder eine allgemeine Herzmuskelschwäche

      * frühere Lungenembolien

      Vorbeugung
      Die effizienteste Vorbeugung gegen Lungenembolie besteht in der vorbeugenden Maßnahmen gegen von Venenthrombosen.
      Optimal ist zwar die primäre Vermeidung von Thrombosen, doch müssen auch bereits bestehende Thrombosen nicht zur Emboliegefahr werden. Eine wesentliche Vorraussetzung dafür ist allerdings, dass sie rechtzeitig erkannt werden.

      Zu diesem Zweck gibt es heutzutage einige besonders gut geeignete Diagnoseverfahren:

      * Ultraschalldiagnostik: Die Ultraschalldiagnose erfordert keinen Eingriff, sondern wird an der Körperoberfläche vorgenommen. Die Doppler/Duplexsonografie der Venen - das ist eine sonografische Darstellung der Blutgefäße mit Realbild des Gefäßes und einer farbgesteuerten und akustischen Darstellung des Blutflusses, ist die wichtigste Untersuchungsmethode zum Aufspüren von Venenthrombosen.

      * Phlebografie: Die Phlebografie zeigt Gefäßverschlüsse und Gefäßverengungen in den Venen auf. Bei dieser Untersuchung wird dem Patienten ein Kontrastmittel gespritzt, welches sich mit dem Blut vermischt und die Blutgefäße im Röntgenbild erkennbar macht. So ist auch zu erkennen, an welchen Stellen Thrombosen entstanden sind.

      Weitere Vorbeugemaßnahmen gegen das Entstehen von Thrombosen sind

      * die vorbeugende Gabe von Medikamenten, die bei erhöhtem Krankheitsrisiko die Gerinnungsfähigkeit des Blutes herabsetzen. Gefährdete Personen mit Risikofaktoren für venöse Thromboembolien sollten vor längeren Reisen im Auto oder Flugzeug eine Heparinprophylaxe erhalten, das ist eine einmalige Injektion mit blutverdünnendem Heparin vor der Reise.

      * das Tragen von Kompressionsstrümpfen, körperliche Bewegung und ausreichend trinken

      * sekundäre Prävention bzw. Vorsorge (Behandlung)

      Beschwerden
      Bei einer Lungenembolie tritt plötzlich Atemnot auf und der Atem beschleunigt sich. Oft ist die Atemnot begleitet von Angst und Ruhelosigkeit. Schocksymptome wie Schweißausbruch und Blässe sind ebenfalls häufig. Auch ein dumpfer Schmerz hinter dem Brustbein kann auftauchen, verursacht durch den Druckanstieg im Lungenkreislauf. Oft treten die gestauten Halsvenen hervor. Blaufärbung von Haut und Fingernägeln (Zyanose), sowie Kollaps mit Bewusstlosigkeit sind Anzeichen für eine schwere Lungenembolie.

      Bei einer Embolie ohne Lungeninfarkt kann Kurzatmigkeit das einzige Anzeichen sein. Es ist sogar möglich, dass bei kleinen Embolien überhaupt keine Anzeichen zu bemerken sind.

      Lassen sich bei einer Person Veränderungen beobachten, die den Verdacht auf Lungenembolie zulassen, dann sollte sofort ein Notarzt gerufen werden. Beim Lungeninfarkt, der bei etwa jeder vierten Lungenembolie auftritt, kann der Betroffene plötzliche Stiche oder atemabhängige Schmerzen in der Brust verspüren. Im Laufe einiger Stunden kommen dazu Atemnot, blutiger Auswurf und Husten. Der Puls ist oft schnell und wenig spürbar.
      Wenn größere Anteile der Lunge betroffen sind, tritt möglicherweise schon nach kurzer Zeit der Tod ein.
      Klarheit über das Vorliegen einer Lungenembolie oder eines Lungeninfarkts kann nur im Krankenhaus mit den geeigneten Untersuchungsmethoden gewonnen werden (Diagnose).

      Mögliche Folgeerkrankungen und Komplikationen
      Die Auswirkungen einer Lungenembolie hängen davon ab, welche und wie viele Lungengefäße vom Verschluss durch ein Blutgerinnsel betroffen sind. Wenn mehr als zwei Drittel der Lungenarterien verlegt sind, liegt eine so genannte fulminante Lungenembolie vor.

      Infolge einer schweren Lungenembolie können auftreten:

      * Überdruck im Lungenkreislauf. Bei einer Lungenembolie steigt der Strömungswiderstand in den Blutgefäßen der Lunge und die rechte Herzkammer muss daher mehr Druck erzeugen, um die normale Menge Blut zu pumpen. Außerdem kann sich das Blut zum rechten Herzen zurückstauen, was ein Pumpversagen der rechten Herzkammer zur Folge haben kann.

      * Fast immer stellt sich nach einer Lungenembolie beschleunigte Atmung ein, häufig gemeinsam mit Atemnot.

      * Die Hauptgefahr ist der Schockzustand

      Diagnose
      Zum Einsatz kommen eine Röntgenuntersuchung des Brustkorbes, EKG und eine labormedizinische Untersuchung des Blutes. Zusammen mit Symptomen und Anamnese (Vorgeschichte) kann der Verdacht erhärtet werden. Der Nachweis einer Lungenembolie ist heute in der Regel mit einer Computertomografie (mit dem Mehrschichtverfahren Spiral-CT) oder einer Szintigrafie möglich. Im Zweifelsfall kommt die Angiografie der Lungengefäße mit Kathetertechnik zur Anwendung. erfolgen.

      Computertomografie
      Beim Spiral-CT wird der Patient während der Untesuchung mit gleichmäßiger Geschwindigkeit in Längsrichtung durch das Strahlenfeld des Computertomografie-Geräts bewegt. Der Strahlendetektor rotiert dabei um den Patienten mit konstanter Geschwindigkeit Das Gerät tastet den Patienten also spiralförmig ab. Die diagnostisch vorrangige Rolle der Spiralcomputertomografie bei der Erfassung zentraler Lungenembolie-Ereignisse ist heute unumstritten. Ein Vorteil der Spiral-CT ist auc, dass neben der Lungenembolie auch andere Erkrankungen der Lunge ausgeschlossen bzw. gesichert werden können.

      Lungenszintigrafie
      Die Lungenszintigrafie gehört zu den wichtigsten Diagnoseverfahren bei einer Lungenembolie. Dabei wird dem Patienten eine Lösung injiziert, in der winzige radioaktive Teilchen enthalten sind, die über das Blut in die Lunge transportiert werden. Im Szintigramm der Lunge lässt sich anhand der Verteilung der Partikelchen erkennen, welche Teile der Lunge noch durchblutet sind und welche infolge eines verschlossenen Blutgefäßes von der Blutversorgung abgeschnitten sind. Die durchbluteten Lungenbezirke erscheinen dunkel, während die nicht mehr durchbluteten Teile der Lunge als weiße Flecken aufscheinen. Die radioaktiven Teilchen werden nach der Untersuchung nach und nach biologisch abgebaut.

      Lungenangiografie
      Die Lungenangiografie (Pulmonalisangiografie) ist die sicherste Untersuchungsmethode, um eine Lungenembolie zu diagnostizieren. Sie wird heute nur noch durchgeführt, wenn die Diagnose zweifelhaft ist und eine Sicherung der Diagnose möglich erscheint. Bei dieser Untersuchungsmethode wird dem Patienten ein Katheter bis in die Blutgefäße der Lunge eingeführt, aus dessen Spitze ein Kontrastmittel in die Blutgefäße gespritzt wird. Die Verteilung des Kontrastmittels in den Lungengefäßen wird vom Arzt am Röntgenbildschirm mitverfolgt und zeigt an, wo sich Blutgerinnsel festgesetzt haben und so die Verteilung des Kontrastmittels behindern. Wenn also der Fluss des Kontrastmittels an einer Stelle plötzlich stoppt oder wenn sich das Kontrastmittel ab einem bestimmten Punkt eines Blutgefäßes ungewöhnlich langsam ausbreitet, sind das Anzeichen für eine Verengung oder gar einen Verschluss dieses Blutgefäßes. Blutgerinnsel in einer Größe von nur 1 bis 2 Millimetern Größe können mit diesem Diagnoseverfahren aufgespürt werden.

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    • RE: Was ist eigentlich eine Lungenembolie ?



      Und das finde ich ganz wichtig für Menschen,
      die vor einer Op stehen !!!



      * Frühmobilisierung nach einer Operation:
      Nach einer Operation werden die Patienten so früh wie möglich aufgefordert, zumindest einige wenige Schritte zu tun und dadurch den Blutstrom anzuregen.

      * Kompressionsstrümpfe können helfen, weiteren Thrombosen vorzubeugen. Denn durch den Druckverband können sich die (Bein-)Muskeln nicht mehr frei nach außen ausdehnen und drücken daher nach innen auf die Gefäße. Das wirkt auf die Venen wie eine Pumpe; außerdem strömt in den verengten Venen das Blut schneller.

      * Der Thromboseprophylaxe nach einer Operation dient eine Behandlung mit Heparin.

      * Antikoagulation:
      Antikoagulation ist die medikamentös herbeigeführte Unterdrückung der Blutgerinnung (Marcomar).
      Um die neuerliche Entstehung von Thrombosen zu unterdrücken, werden dem Patienten einige Zeit lang (etwa ein halbes Jahr bis ein Jahr) Medikamente verabreicht, die die Blutgerinnung unterdrücken.
      Da nach dem Absetzen der Medikamente nicht wenige Patienten erneut Thrombosen ausbilden, sollte bei besonders gefährdeten Patientengruppen oder bei Patienten mit Krebserkrankungen die Blutgerinnung auch weiterhin unterdrückt werden.[/B]

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    • :thanx Chris für die Supergute Aufklärung..

      Lungenembolien sind was gefährliches.... und kommen unerwartet...

      mein Vater ist vor 10 Jahren dran gestorben ( Nach längerer Bettlägerigkeit nach einem Schlafanfall) und das hat bleibende Narben bei mir hinterlassen...

      Sorgt für euch... !!!!! :knuddel
    • RE: Was ist eigentlich eine Lungenembolie ?

      Heilungschancen

      Die Heilungschancen nach einer Lungenembolie hängen stark von Größe und Anzahl der Blutgerinnsel (Thrombosen) ab, welche die Lungenarterien verlegen: Eine Lungenembolie kann lebensgefährlich und somit tödlich sein. In vielen Fällen jedoch bleibt sie ohne Folgen und wird vom Betroffenen möglicherweise gar nicht wahrgenommen.

      Sobald die Blutgerinnsel die Lunge erreicht haben und sich dort festsetzen, beginnt auf natürlichem Wege ihr Abbauprozess. Wenn es sich um ein kleines Gerinnsel handelt, kann es nach einigen Tagen bis Wochen wieder aufgelöst sein. Große Blutgerinnsel hingegen können bereits nach kurzer Zeit zum Tod führen (oft schon nach Stunden oder gar nur Minuten). Die sofortige Gabe von thromboselösenden Mitteln ist daher die wichtigste Sofortmaßnahme bei einer Lungenembolie (Primärtherapie).

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    • RE: Was ist eigentlich eine Lungenembolie ?

      :hello Kathi

      es war auch nicht meine Absicht hier unsere User zu verunsichern.
      Aufklärung ist wichtig und da wir alle sowieso Hochrisikopatienten sind
      sollten wir versuchen alles zu tun, um diese Risiken zu senken.

      Es sollte aber auch nochmal zum :denken anregen, die Gefahren einer
      Op deutlich machen und daß es immer "ultima ratio" sein muß !

      Wer Vorerkrankungen aus der Familie weiß, der sollte die unbedingt
      seinem Chirurgen vor der Op mitteilen. Vorsichtsmaßnahmen
      können ergriffen werden - dazu muß ich nicht weiter ausführen, gell ?

      ::danke

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    • :hello Chris,

      das ist ein sehr wichtiges Thema was du da aufgegriffen hast.
      In meinem Leben war bisher schon 3 mal der Verdacht auf
      Lungenembolie und Herzinfarkt sowie Trombose...
      Zum Glück konnte es immer sehr schnell abgeklärt werden und
      es steckte was ganz anderes dahinter.
      Aber nichts destotrotz sollte man all diese Dinge mit dem Arzt
      besprechen....bzw.mit dem Narkosefacharzt.

      Aber beim letzten Verdacht konnte bei mir keine Phlebographie
      gemacht werden weil ich zu dick für den Tisch gewesen bin.
      Da hatten sich die Ärzte darauf geeinigt sich nur auf die Blut-
      ergebnisse zu berufen.
      Ich fand es nicht gut - aber was sollten sie auch machen,wenn
      sie nicht auf die Adipösen vorbereitet sind,was ich ziemlich traurig
      finde....denn es gibt genug Menschen die über 120 kg wiegen....

      Um nicht vom Thema abzukommen sag ich da nur
      Alles sagen und nichts verschweigen
    • RE: Was ist eigentlich eine Lungenembolie ?

      Original von Chris


      Vorbeugung
      Die effizienteste Vorbeugung gegen Lungenembolie besteht in der vorbeugenden Maßnahmen gegen von Venenthrombosen.
      Optimal ist zwar die primäre Vermeidung von Thrombosen, doch müssen auch bereits bestehende Thrombosen nicht zur Emboliegefahr werden. Eine wesentliche Vorraussetzung dafür ist allerdings, dass sie rechtzeitig erkannt werden.

      Zu diesem Zweck gibt es heutzutage einige besonders gut geeignete Diagnoseverfahren:

      * Ultraschalldiagnostik: Die Ultraschalldiagnose erfordert keinen Eingriff, sondern wird an der Körperoberfläche vorgenommen. Die Doppler/Duplexsonografie der Venen - das ist eine sonografische Darstellung der Blutgefäße mit Realbild des Gefäßes und einer farbgesteuerten und akustischen Darstellung des Blutflusses, ist die wichtigste Untersuchungsmethode zum Aufspüren von Venenthrombosen.

      * Phlebografie: Die Phlebografie zeigt Gefäßverschlüsse und Gefäßverengungen in den Venen auf. Bei dieser Untersuchung wird dem Patienten ein Kontrastmittel gespritzt, welches sich mit dem Blut vermischt und die Blutgefäße im Röntgenbild erkennbar macht. So ist auch zu erkennen, an welchen Stellen Thrombosen entstanden sind.

      Weitere Vorbeugemaßnahmen gegen das Entstehen von Thrombosen sind

      * die vorbeugende Gabe von Medikamenten, die bei erhöhtem Krankheitsrisiko die Gerinnungsfähigkeit des Blutes herabsetzen. Gefährdete Personen mit Risikofaktoren für venöse Thromboembolien sollten vor längeren Reisen im Auto oder Flugzeug eine Heparinprophylaxe erhalten, das ist eine einmalige Injektion mit blutverdünnendem Heparin vor der Reise.

      * das Tragen von Kompressionsstrümpfen, körperliche Bewegung und ausreichend trinken

      * sekundäre Prävention bzw. Vorsorge (Behandlung)



      Gute und richtige Kompression durch maßangepaßte Strümpfe sind enorm wichtig,
      schon während der Operation, aber auch Tage danach noch.

      Auch die tägliche Heparinspritze im Krankenhaus sollte ernst genommen werden
      - sie kann lebenswichtig sein !

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    • ... es gibt hier auch noch die Gerinnungsstörungen, wie bei mir z.B.

      Unbedingt vor ner OP mal drauf testen lassen. Kostet nicht viel ( viele Kliniken machen das eh prä-OP ) und kann Leben retten.

      Gerade APS und Lupus-Geschichten, die holt man sich mal eben "zwischendrin" und manchmal dauert es, bis sie ( überhaupt ), symptomatisch werden.

      Es sind also "erworbene" Gerinnungsstörungen und nicht die klassischen "vererbten", auch wenn es schon Fälle von vererbtem APS gab.


      Eine Lungenembolie ist eine ganz üble Sache. Nach Herzinfarkt und Schlaganfall, eine der häufigsten Todesursachen.


      Ich hab vor 3 Jahren richtig schwein gehabt. Trotz 3 Gerinnseln und beidseitig.

      Kann wieder fast alles machen und mir geht es von Monat zu Monat immer besser ( Lungenfunktion usw. ).

      Bei mir blieb eine Gerinnungsstörung, trotz Thrombosen in meiner Jugend, unerkannt. Bis zum "Wurst-Käse" vor 3 Jahren eben ;)

      Also bitte immer gut auf euch aufpassen und informieren und ggf. den Docs auf den Sack gehen ( einfach mal die Gerinnung testen lassen ).

      :blumen
    • RE: Was ist eigentlich eine Lungenembolie ?

      Original von Chris
      * Kompressionsstrümpfe können helfen, weiteren Thrombosen vorzubeugen. Denn durch den Druckverband können sich die (Bein-)Muskeln nicht mehr frei nach außen ausdehnen und drücken daher nach innen auf die Gefäße. Das wirkt auf die Venen wie eine Pumpe; außerdem strömt in den verengten Venen das Blut schneller.


      Bin gerade echt sauer auf den Arzt, dass ich kein Rezept für die Strümpfe kriege! :hmmm

      Das darf ja wohl nicht wahr sein...


      Wieviel kosten die denn?
      Dann muss ich wohl mal wieder selbst ran... :daumenrunter
      3/2012 Roux-en-Y im Klösterchen Bielefeld
      bis Anfang 2013 Abnahme 55kg
      2/2017 Bodylift in Hagen bei Kuhfuß/Hubmann
      insgesamt Abnahme über 60kg
    • Oh, zu diesem Thema hab ich ganz aktuell etwas zu erzählen, denn es ist nicht nur für Übergewichtige ein Thema.

      Mein Mann ist im letzten September auf der Arbeit umgeknickt und hatte einen doppelten Bänderriss und ein angerissenes Band, was so erst nach 3 Wochen diagnostiziert wurde. Infolgedessen bekam er eine Zwei-Etagen-Thrombose, was aber von dem Arzt zuerst ignoriert wurde, mein Mann konnte nicht mehr laufen mit dem Fuss, der Fuss war dick geschwollen die Haut durchsichtig und der Arzt meinte, er soll sich nicht so haben. Erst als der Radiologe beim MRT auf eine evtl. Thrombose hingewiesen hat, wurde er zum Gefässchirurgen geschickt, der diagnostizierte dann die Thrombose, verschrieb hochdosiertes Therapieheparin für eine Woche und dannach für ein halbes Jahr Marcumar. Das wir da erst mal geschockt waren, kann man sich ja voestellen, denn es hätte ganz schnell zu eben besagter Lungenembolie kommen können. Die Heilung des Bänderrisses hat sich bis heute hingezogen, mein Mann kann immer noch nicht richtig gehen und geht aber seit letzter Woche endlich wieder arbeiten, muss aber nun sehr aufpassen, dass er sich nicht verletzt, weil er ja Blutverdünner nehmen muss.

      Also lieber einmal mehr an die Thrombosephrophylaxe denken, wenn man sich nur eingeschränkt bewegen kann und ruhig auch mal die Ärzte darauf hinweisen.
      LG Kati :winke
    • Original von Kati66
      mein Mann konnte nicht mehr laufen mit dem Fuss, der Fuss war dick geschwollen die Haut durchsichtig und der Arzt meinte, er soll sich nicht so haben.


      Boar... :baseball
      3/2012 Roux-en-Y im Klösterchen Bielefeld
      bis Anfang 2013 Abnahme 55kg
      2/2017 Bodylift in Hagen bei Kuhfuß/Hubmann
      insgesamt Abnahme über 60kg
    • :hello
      ich hatte auch eine Thrombose.. zwar nicht in der Lunge aber im Gehirn :daumenrunter

      ich kann allen nur raten wenn sowas in der Famile vorkam unbedingt testen lassen.. es überspringt gerne mal ne Generation..

      ich z.B. hab ne Prothrombin-Mutation.. das wurde aber erst nach meinem Schlaganfall festgestellt..

      musste damals extra nach Duisburg fahren in die Blutklinik oder Labor oder was das is weil die "frisches" Blut haben mussten um das zu testen..

      ich habe lange ich glaube ein gutes Jahr Marcumar genommen.. und dann wurde ich auf ASS 100 umgestellt..

      vor, während und nach OP´s muss ich Heparin spritzen.. aber das mache ich mittlerweise alleine auch im Krankenhaus.. ich hab immer gesagt wenn ich gerade nich da sein sollte einfach hinlegen ich Spritz mir die selber.. aber hab die meistens doch gerufen damit die sehen das ich es spritze und nich weg schmeiße oder so..
      einige schwestern haben mich aber nich gelassen muss ich dazu sagen.. :lach

      und zuhause hab ich es auch selbst gemacht.. weil wenn man in die röhre kommt und eine CT-gesteuerte Schmerzbehandlung bekommt muss man das ja auch absetzten.. und wer hat die zeit jeden tag zum arzt zu fahren wegen der kleinen Spritze..

      ganz ehrlich und jetzt spreche ich aus erfahrung.. die spritzen tun wirklich so gut wie garnich weh.. (außer man is so blöd wie ich und sticht genau in eine hautader am bauch :grins blauer fleck mit nem 5 cm durchmesser aber tat nich weh) und die können unter umständen wirklich leben retten..

      ich hatte bis zu meinem 19 lebenjahr ne fürchterliche angst vor spritzen habe immer wie ein schloßhund geweint als der arzt mit ner "Impfung" kam.. und blutabnehmen erst.. oh oh.. wenn ich daran denke.. :lach

      aber heute denke ich mir, ich setz mir diese spritzen und kann dadurch ein disaster verhindern und liege nicht im krankenhaus und schwebe in lebensgefahr.. weil sich ein gerinsel gelöst hat..

      diese kleinen spritzen sind ja nix.. wenn ich mich daran erinnere wie meine oma mir immer von damals erzählt hatte als sie mal ne Impfung bekommen hat.. dann bin ich doch froh darüber das man die heutigen Nadeln kaum noch sieht..


      ich hoffe doch das es verständlich geschrieben is :hmmm

      Glg Trixii
      25.06.2012 Antrag abgegeben
      16.08.2012 Mündliche Zusage
      22.08.2012 Schriftliche Zusage
      18.09.2012 OP
    • Hallo zusammen,

      also mit Thrombosen kenn ich mich leider auch aus. Ich hatte ständig Venenentzündungen im linken Bein. Brennende Schmerzen und einen "roten Streifen" entlang der Vene.

      Ich war zig mal in der Ambulanz im Krankenhaus, aber mich nahm niemand ernst. Es hieß immer nur, sie haben Krampfadern, sie müssen abnehmen..... ja, aber gegen die Schmerzen hat keiner was getan. :daumenrunter

      Irgendwann, ich war auf dem Weg zum Arzt, bekam ich ganz schlecht Luft. Es lag ein Druck auf meinem Brustkorb, als wenn ein LKW darüber gefahren wäre. Ich musste mich erst mal an einer Hauswand anlehnen und ganz ruhig und langsam versuchen zu atmen.... So schnell wie es kam, war es auch schon wieder weg.
      Beim Arzt hab ich den Vorfall geschildert, der bekam direkt Panik und schickte mich ins Krankenhaus.

      Dort wurde per Ulrtaschalldiagnostik eine 3-Stufen-Thrombose im linken Bein festgestellt.(Von wegen Krampfadern :daumenrunter)

      Das hieß stationäre Aufnahme, sofort auf Marcumar gesetzt und ein Gentest angeordnet. Die Ärztin sagte mir, dass trotz meines Übergewichtes (145 kg) es doch selten wäre eine so starke Thrombose zu haben, zumindest in meinem Alter.

      Der Gentest hat dann ergeben, dass ich eine Faktor V Mutation habe....erblich bedingt also sehr anfällig für Thrombosen bin. Das heißt nun lebenslang Marcumar, keine hormonelle Verhütung und immer aufpassen wegen der Verletzungsgefahr (Bluter).

      Aber ich bin froh, dass mich mal endlich mal jemand ernst genommen hat und mir geholfen wurde.

      Übrigens, eine Thrombose im Bein fühlt sich an wie ein ständiger, starker Wadenkrampf der nicht wieder weg geht. Das Bein zu belasten oder auch nur das Knie zu beugen bereitet unheimliche Schmerzen. Aller spätestens dann sofort zum Arzt!!!!
      Liebe Grüße
      Britta



      [IMG:http://www.gif-paradies.de/gifs/tiere/schweine/schwein_0123.gif]

      [IMG:http://www.ketoforum.de/diaet-ticker/pic/weight_loss/53569/.png]


      01.11.10 Beginn MMK
      23.05.11 Antrag persönlich bei KK abgegeben....
      31.05.11 Vorstellung beim SMD Castrop-Rauxel mit mündlicher Zusage
      08.06.11 Schriftliche Zusage der KK
      10.06.11 OP Vorgespräch
      01.07.11 OP Tag

      23.04.13 Bodylift :puschel:
    • Chris schrieb:



      Und das finde ich ganz wichtig für Menschen,
      die vor einer Op stehen !!!



      * Frühmobilisierung nach einer Operation:
      Nach einer Operation werden die Patienten so früh wie möglich aufgefordert, zumindest einige wenige Schritte zu tun und dadurch den Blutstrom anzuregen.

      * Kompressionsstrümpfe können helfen, weiteren Thrombosen vorzubeugen. Denn durch den Druckverband können sich die (Bein-)Muskeln nicht mehr frei nach außen ausdehnen und drücken daher nach innen auf die Gefäße. Das wirkt auf die Venen wie eine Pumpe; außerdem strömt in den verengten Venen das Blut schneller.

      * Der Thromboseprophylaxe nach einer Operation dient eine Behandlung mit Heparin.

      * Antikoagulation:
      Antikoagulation ist die medikamentös herbeigeführte Unterdrückung der Blutgerinnung (Marcomar).
      Um die neuerliche Entstehung von Thrombosen zu unterdrücken, werden dem Patienten einige Zeit lang (etwa ein halbes Jahr bis ein Jahr) Medikamente verabreicht, die die Blutgerinnung unterdrücken.
      Da nach dem Absetzen der Medikamente nicht wenige Patienten erneut Thrombosen ausbilden, sollte bei besonders gefährdeten Patientengruppen oder bei Patienten mit Krebserkrankungen die Blutgerinnung auch weiterhin unterdrückt werden.[/B]

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    • Chris schrieb:

      :hello Kathi

      es war auch nicht meine Absicht hier unsere User zu verunsichern.
      Aufklärung ist wichtig und da wir alle sowieso Hochrisikopatienten sind
      sollten wir versuchen alles zu tun, um diese Risiken zu senken.

      Es sollte aber auch nochmal zum :denken anregen, die Gefahren einer
      Op deutlich machen und daß es immer "ultima ratio" sein muß !

      Wer Vorerkrankungen aus der Familie weiß, der sollte die unbedingt
      seinem Chirurgen vor der Op mitteilen. Vorsichtsmaßnahmen
      können ergriffen werden - dazu muß ich nicht weiter ausführen, gell ?

      ::danke

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    • Hallo!

      Ich möchte nur schnell darauf hinweisen, dass auch bei einigen ( den meisten) Patienten, post-OP eine prophylaktische Therapie mit niedermolekularem Heparin stattfinden sollte. Seit da bitte so gut und informiert euch vor der OP darüber.

      Ich durfte meine Herzmedikamente erst September 2013 wieder absetzen - 2009 war die Embolie... mein Herz hat jetzt wieder eine normale - sehr gute Funktion, dass habe ich mir hart durch Bewegung und Therapie, erkämpfen müssen...

      Was ich damit sagen wil: Bitte passt auf euch auf... auch ohne eine OP in Aussicht: Bewegung ist die allerbeste Prophylaxe!

      Bleibt alle gesund!
    • Weils immer wieder wichtig ist, hol ich den Beitrag mal aus seiner Versenkung. Wer nach seiner Antragsabgabe bei der Krankenkasse die Wartezeit ganz sinnvoll nutzen möchte, der klärt am besten ab, ob in der Familie Fälle von Embolien bekannt sind, um das dem Krankenhaus zu kommunizieren und einen weiteren Schritt in eine gute Vorbereitung zu tun.
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