Angepinnt Ist jeder Adipöse esssüchtig?

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    • Ich weiß noch nicht ob es genau hierher passt und es das ist was ich suche aber versuch es mal. Mir ist jetzt eine Essstörung diagnostiziert worden nach Jahren steht jetzt bei Diagnose nicht mehr Adipositas sonder BED. Bin schon seit Jahren in Psychologischer Behandlung wegen meinem Übergewicht. Hatte mich schon mal fast Halbiert zugenommen noch mal ganz Halbiert und nun wieder zugenommen - halt fast der ganz normale Adipositas und Jojo - Alltag - nun will ich nicht mehr aber meine Sucht scheint mir das mit der OP nicht leicht zu machen.
      Was habt ihr für Erfahrungen gemacht mit der Esssucht und der OP (vielleicht auch gar nicht bewilligt bekommen ???) ???

      Versuch es mal über dieses Thema und sonst such ich noch mal oder eröffne eins, vielleicht habt ihr ja auch noch eins gefunden.
      Lieben Gruß und :winke Astrid (Lieschen)
    • Ich habe keine diagnostizierte Essstörung, kann aber von mir selbst sagen, das ich definitiv Esssüchtig bin, ohne meinen Bypass würde ich weiterhin maßlos essen, das merke ich immer und immer wieder, ich höre definitv nur auf zu essen, weil mein Bypass reagiert und nicht weil mein Kopf weiss das ich satt bin..........Leider findet bei mir zwischendurch immer wieder eine Suchtverschiebung statt, wie zb. extremes Rauchen, nichts Essen wollen, bin da total am switchen...aber ich habe auch große Fortschritte an mir selbst festgestellt, Essen als direktes Kompensationsmittel von Emotionen findet gar nicht mehr statt, inzwischen bin ich in der lage meine Gefühle benennen zu können, egal welcher Art und bin konfliktfähig geworden, darauf bin ich schon sehr stolz, auch wenn ich das ohne Bypass nicht geschafft hätte......
    • Hoffe auch das der Bypass mir da etwas raus hilft, aber so gibt es noch keine OP wird nicht befürwortet
      aber ich geh jetzt erst mal durch das MMK und dann schauen wir mal.
      aber :danke Serin das du schon mal von Erfahrungen berichtest und ich denke wegen den Verlagerungen soll ich erst mal Emotional stabiler sein
      aber das Gewicht arbeitet da gegen :denken
      Vielleicht hat noch jemand Erfahrung bei BED und einer OP
      Lieben Gruß und :winke Astrid (Lieschen)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Lieschen ()

    • :hello

      Ich war vor meiner OP eine extreme Volumenesserin und auch wenn bei mir psychologisch keine Essstörung im üblichen Sinne diagnostiziert wurde, so bin ich auf jeden Fall esssüchtig (gewesen). Definitiv. Und hätte ich die OP jetzt nicht, würde ich weiterschaufeln, ohne Ende. Ich bin/war esssüchtig!
    • also ich beteilige mich ach mal und hier ist meine Meinung:

      ich war al Kind nicht übergewichtig und habe auch nich alles gegessen was man mir vorgesetz hat. Ich hab als Kind gegessen weil eine Mahlzeit grad drann war. mir 16 jahren hab ich angefangen 1 mal in der Woche für meine Familie zu kochen und fand Spass am Kochen. Ich wurde zum GenussesserDa ich leidenschaftlich gern koche - und ohne fett schmeckt es bekanntlich weniger gut hab ich zu viel davon verwendet und auch nicht auf verteckte Fette geachtet. ich musste ja auch nie auf mein Gewicht achten bis ich ca. 20 Jahre war und in einem jahr wegen der einnahme von Tabletten 15 kg mehr auf den Rippen hatte und sich jdes gramm Fett gleich an meinem Hüften plazierte.

      Ich weiß alles über gesunde Ernährung - ich könnte dazu gabze Vorträge halten. Mein problem ist ich wendes es nicht an - mein innerer Schweinehund meldet sich und sagt mir - ach nur heute und ab morgen achtest du drauf. So geht es jetzt schon 20 jahre und ich weiß nicht wie ich den Schweiehund in den Keller an die Kette verbannen kann um mein Wissen endlich anzuwenden.

      Ich habe auch eine Essstörung - aber in einer anderen Form wie z.B. die Frusstesser oder die, die ständig von heißhungeratakken geplagt sind. Irgendwie sind wir alle in der ein oder anderen Form essüchtig - der eine mehr der andere weniger. der eine hat nur 10 kg zu viel ein anderer hat 30 oder 40 kg zu viel.
    • Ich bin essuechtig und wie ein Alkoholiker werde ich es mein Leben lang sein.

      Die OP wurde aus eben diesem Grund genehmigt.

      Ich habe gesund gekocht und gegessen aber eben in rauhen Mengen.

      ich gehe zur Therapie und das erste Mal in meinem Leben fuehle ich mich als ob ich esse um zu Leben und nicht Lebe um zu Essen! :puschel:
    • Hallo Astrid,
      meinst Du mit Deiner Diagnose BED binge eating disorder???
      Wenn ja wäre das das aus für die AC OP, denn bei dieser Erkrankung ist die
      AC OP contraindiziert und wird abgelehnt, so wurde es mir gesagt wo ich mich erkundigt habe.
      LG
      Hilsa
    • :hello

      ich sagte beim MDK Arzt immer wenn er zwischendurch fragte ich esse weil ich Hunger habe.

      Mir wurde als ich mich erkundigte ebenfalls gesagt wenn ich esssüchtig bin keine OP.

      Es sei nämlich nach einiger Zeit so, dass man trotz OP wieder zunimmt bei der Esssucht.

      Auch ich kann Unmengen vertilgen und Süßes ist gefährlich.

      Selbst eine andere psychische Erkrankung reichte beim MDK um zunächst keine Endscheidung zu treffen. Dieser Arzt sagte mir ebenfalls, dass mit einer solchen kontraproduktiv ist.

      Wie bei vielen anderen Dingen werden die gelehrten unterschiedliche Meinungen haben.

      Für jedes Gutachten gibt es ein Gegengutachten....
    • :hello
      Ich bin sicher esssüchtig und die meisten von uns wohl auch. Wenn es nur um den Genuss ginge, dann könnten wir doch einfach die Zeit zwischen 2 Genusserlebnissen verlängern. Aber stattdessen geht es uns schon nach kurzer Zeit schlecht. Irgentwie sind das doch Entzugserscheinungen.

      Das doofe ist doch, dass man nicht wie beim Rauchen oder Alkoholtrinken einfach ganz damit aufhören kann.

      "Abnehmen ist ganz einfach! Man muss gar nichts tun. Man muss nur was sein lassen"

      Schönen Gruß
      Mick
    • Ich bin esssüchtig und nur aufgrund von fachlichen Hilfen operabel gewesen.


      Aber Kathrin... :hmmm
      Original von KathrinS1974
      der eine hat nur 10 kg zu viel ein anderer hat 30 oder 40 kg zu viel.


      ...wegen 20kg Übergewicht zieht man doch keinen operativen Eingriff in Betracht, oder? :questions
      3/2012 Roux-en-Y im Klösterchen Bielefeld
      bis Anfang 2013 Abnahme 55kg
      2/2017 Bodylift in Hagen bei Kuhfuß/Hubmann
      insgesamt Abnahme über 60kg
    • Engelmama, wach doch auf... Es werden sogar Magenband OPs durchgeführt bei Menschen mit BMI unter 20 weil sie weiterhin in ihre "0" Klamotten reinpassen wollen

      Und mir sind verschiedene Fälle bekannt, wo Menschen mit BMI unter 30,ohne Komorbiditäten, ohne jegliche Prüfung oder MKK, aber Selbstzahler, einen Bypass bekommen haben

      Money talks, bullshit walks... Wilkommen in der Realität
    • Original von Engelmama
      Ich bin esssüchtig und nur aufgrund von fachlichen Hilfen operabel gewesen.


      Aber Kathrin... :hmmm
      Original von KathrinS1974
      der eine hat nur 10 kg zu viel ein anderer hat 30 oder 40 kg zu viel.


      ...wegen 20kg Übergewicht zieht man doch keinen operativen Eingriff in Betracht, oder? :questions


      ich meinte nicht abnehmen mit OP sondern durch dauerhafte Ernährungsumstellung.
      Außerdem hab ich noch nie über eine OP nachgedacht sondern nur über Gewichtsreduzierung durch weniger essen und gesünderes Essen + Bewegung.
    • @ KathrinS

      das sollte auch keine Anregung zur OP sein, denn die sollte immer
      Ultima Ratio sein (letzte Möglichkeit).

      Weniger Essen ist auch nicht immer das Ziel, denn viele adipöse Menschen
      essen prinzipiell zuwenig und dadurch kommt auch immer wieder der JoJo-Effekt.

      Ernährungsumstellung mit Hilfe einer qualifizierten Ernährungsberatung
      sowie die Bewegung und ggfs. einer Verhaltenstherapie ist ein Weg, den
      hier viele vor einer OP gehen, aber auch DER WEG zu einer gesunden
      Reduzierung auf Dauer. Hier im Forum wird das kurz MMK (multimodales
      Konzept) genannt.

      :Feuerwerk-01 Ich bin dabei - DU auch ? klick hier :Feuerwerk-01
      Foren-Team

    • Das doofe ist doch, dass man nicht wie beim Rauchen oder Alkoholtrinken einfach ganz damit aufhören kann.


      Ja das macht es schwerer.

      Im Grunde wird bei den meisten Süchten immer gesagt, man solle ganz oder gar nicht aufhören, weil es sonst nicht zu schaffen sei.

      Aber eben nicht bei allen.

      Das teilweise Operationen unnötig bei Selbstzahlern stattfinden ist leider eine Tatsache.
      Dazu zählen dann aber auch so genannte Schönheitsoperationen.

      Wenn das Geld nur stimmt!

      Ärzte die so etwas machen sind für mich unverantwortlich und haben ihren Beruf verfehlt.

      Weniger Essen ist auch nicht immer das Ziel, denn viele adipöse Menschen essen prinzipiell zuwenig und dadurch kommt auch immer wieder der JoJo-Effekt.


      Das wird sehr oft noch weniger verstanden.

      Nach Jahrzehnten der Quälerei bin ich einfach nur froh, dass ich meine OP bald habe.

      Die zahlen die Krankenkassen ja auch nur nach gründlicher Prüfung und Ausschöpfung aller konventionellen Maßnahmen.
    • Also, ich weiß nicht so genau ob ich esssüchtig bin.
      Allerdings war ich für eine lange Zeit in einer Psychiatrie. Dort wurde ich von morgens bis abends betreut und auch auf meine Mahlzeiten wurde streng geachtet. In meinen Einzelgesprächen wurde mir dann erzählt, dass ich recht wenig esse. Und dazu würde ich mich nicht einmal ungesund ernähren.
      Die Therapeuten aus der Klinik haben zu mir gesagt, dass es nicht am meinem Essverhalten liege, dass ich so dick bin.
      Was ich allerdings nicht bestreiten will ist, dass ich gerne mal einen Riegel Schokolade esse. Das aber auch nicht täglich. Vielleicht zwei mal die Woche einen Riegel, das wars schon an Süßkram.
      Deswegen würde ich sagen, dass nicht jeder Adipöse esssüchtig ist ;)
    • Ich bin essgestört. Esssüchtige, Binge Eating, Grasen. Ich habe nicht in dem Sinne gebinget, dass ich 10 000 kcal vor mir aufgebaut habe und das gegessen habe...sondern 10 Tripps in die Küche am Abend gemacht habe. Es gab auch Essanfälle im Auto usw.

      Und - es war nicht immer. Also eine typische Sucht mit intensiven und weniger intensiven Tagen, mit Phasen der Abstinenz und haftigen Rückfällen.

      Zu meinen besten Zeiten konnte ich rund um die Uhr etwas in den Mund stecken. Im Auto 3 Brötchen "nebenbei" essen und nach Hause kommen und zu Abend essen und dann grasen.

      Ich war kcal mäßig gut dabei, aber nicht so, dass ich über einen BMI von 40 gekommen bin.

      Ich habe auch gelernt, dass man Esssüchtige nicht immer an ihrer Figur erkennen kann.

      Ohne mir das radikal einzugestehen würde ich nicht einen Tag überstehen. Und ich bin völlig unperfekt mit allem, ich bin jeden und jeden Tag Rückfall gefährdet. Ich habe fast jeden Tag Essdruck und Sucht- und Zwangsgedanken.

      Aber mir das bewusst zu machen was das ist...die wirklich radikale Annahme meiner Sucht helfen mir.

      Was mich oft ärgert, ist, dass man einen dicken Menschen mit einer Essstörung so wenig ernst nimmt. Als dicker Mensch ist man fett, faul und gefräßig und kann sich nicht zusammen nehmen.

      Als anorexischer Mensch ist man sehr dünn und schutzbedürftig und wird als krank anerkannt.

      Ich bin auch suchtkrank. Und ich bin auch schutzbedürftig und nur weil ich eine dralle Frau bin, bin ich nicht jedermanns Mamaersatz und gebe Schutz.

      Das stört mich schon manchmal.
    • Stimmt Tifah 78, da gebe ich Dir vollkommen recht.

      Besonders deutlich wurde es mir jetzt in meiner Reha in Bad Bodenteich.

      Wir waren alle dort schwer Eßgestört und allen war sicherlich das Essen in der großen Runde im Speisesaal mehr als unangenehm, aber welche Gruppe der Eßgestörten saß hinter einem Sichtschutz???

      NEIN NICHT WIR ADIPÖSE; SONDERN DIE ANOREXIPATIENTEN!!!

      War das gerecht, für mich ein deutliches NEIN!!!!

      Aber das stimmt, wir sehen nicht von unserem Äußeren so aus, als wären wir innen drin auch zerbrechlich!!!

      LG
      Hilsa
    • Original von Ninale
      Also, ich weiß nicht so genau ob ich esssüchtig bin.
      Allerdings war ich für eine lange Zeit in einer Psychiatrie. Dort wurde ich von morgens bis abends betreut und auch auf meine Mahlzeiten wurde streng geachtet. In meinen Einzelgesprächen wurde mir dann erzählt, dass ich recht wenig esse. Und dazu würde ich mich nicht einmal ungesund ernähren.
      Die Therapeuten aus der Klinik haben zu mir gesagt, dass es nicht am meinem Essverhalten liege, dass ich so dick bin.
      Was ich allerdings nicht bestreiten will ist, dass ich gerne mal einen Riegel Schokolade esse. Das aber auch nicht täglich. Vielleicht zwei mal die Woche einen Riegel, das wars schon an Süßkram.
      Deswegen würde ich sagen, dass nicht jeder Adipöse esssüchtig ist ;)


      Also, ich kenn ja Dein Gewicht nicht, aber von zwei Riegeln Schoki in der Woche wird keiner dick.
      Da muss es dann ja echt noch andere Aspekte geben wie Schilddrüsenchaos oder sowas? :hmmm
      Würd ich mal dran bleiben und mich durchchecken lassen, falls Du das nicht längst getan hast.
      3/2012 Roux-en-Y im Klösterchen Bielefeld
      bis Anfang 2013 Abnahme 55kg
      2/2017 Bodylift in Hagen bei Kuhfuß/Hubmann
      insgesamt Abnahme über 60kg

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Engelmama ()

    • Original von Hilsa
      Wir waren alle dort schwer Eßgestört und allen war sicherlich das Essen in der großen Runde im Speisesaal mehr als unangenehm, aber welche Gruppe der Eßgestörten saß hinter einem Sichtschutz???

      NEIN NICHT WIR ADIPÖSE; SONDERN DIE ANOREXIPATIENTEN!!!

      War das gerecht, für mich ein deutliches NEIN!!!!



      Die Erfahrung kann ich bestätigen.
      Auf die Anorexie-Patient/innen wurde viel mehr Rücksicht genommen während meiner Reha (aber nicht Bad Bodenteich) als auf die Adipösen.
      Die müssen das ab können...

      :daumenrunter
      3/2012 Roux-en-Y im Klösterchen Bielefeld
      bis Anfang 2013 Abnahme 55kg
      2/2017 Bodylift in Hagen bei Kuhfuß/Hubmann
      insgesamt Abnahme über 60kg
    • Dieses Abteilen kenne ich auch aus einer Klinik (psychosomatische Klinik Bad Pyrmont). Die Magersüchtigen und Bulimieerkrankten saßen in einem Nebenraum (mit offenem Durchgang). Uns wurde das so erklärt, die dürften ja viele "böse" Sachen essen und wir sollten damit nicht belastet werden, weil wir halt eben z.B. kein Nutella morgens auf dem Tisch hatten. Und wir sollten uns gezielt auf unser Essverhalten konzentrieren und uns nicht ablenken lassen. War für mich absolut nachvollziehbar, ich konnte damit gut umgehen. Unser Speisesaal war aber sehr schön eingerichtet mit Zwischenwänden und kleinen Nischen, da kam man sich nicht wie auf dem Präsentierteller vor. Schlimmer hätte ich es jetzt gefunden, wenn es nicht getrennt wäre, gerade was das Bufett angeht, weil man dann immer wieder mit den "bösen" Sachen konfrontiert wird. Das kommt ja nach der Reha früh genug wieder. :grins

      LG

      Petra
      Auf einfache Wege schickt man nur die Schwachen.
      Hermann Hesse

      [IMG:http://www.ketoforum.de/diaet-ticker/pic/weight_loss/106822/.png]

      Auf dem Weg nach Hause

      Mein Weg zum Schlauchmagen:
      16.03.11 Beginn MMK
      30.08.11 Antrag an KK
      05.10.11 neues MMK in Köln
      22.03.12 Abschlussunterlagen an KK
      18.04.12 Zusage
      04.06.12 OP-Termin, OP-Gewicht 126,5
      08.06.12 Entlassung KH