Angepinnt Ist jeder Adipöse esssüchtig?

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    • Meine persönliche Meinung:

      Im Wort "essüchtig" steckt das Wort "Sucht".

      Was ist eine krankhafte Sucht ?
      Wenn ich körperliche und psychische Erkrankungen/Beschwerden bekomme,
      wenn meine Sucht nicht befriedigt wird.

      OK, nun zu uns Genuss- oder Lustessern
      (es schmeckt einfach zu gut *schleck*):

      Wir lieben den Genuss, sind im Sprachgebrauch "süchtig" danach.
      Aber wir bekommen keine Beschwerden, wenn wir der Sucht nicht
      nachgeben können. Es schadet uns körperlich nicht.

      Ich persönlich werde nicht krank, wenn im Kühlschrank mal nix ist oder
      die Schokolade aus ist. Ok, es ist traurig, aber nicht weiter schlimm.
      Ich käme nie auf die Idee nachts noch zur Tanke oder zu Mc zu fahren um mich
      weiter zu versorgen.

      Ein fehlendes Sättigungsgefühl (große Mengen) zu befriedigen ist für mich auch
      keine Sucht, sondern die Folge von Fehlernährung in der Vergangenheit und
      dagegen kann man/frau auch was tun. Das kennen wir hier ja aus dem Forum gut.

      Wenn ich jetzt früher satt bin (durch mein Band) dann werd ich ja dadurch
      auch nicht krank, im Gegenteil. Auf Dauer werd ich gesünder.

      Mein Fazit:

      Eine Essstörung ist eine Krankheit, die medizinisch behandelt werden muß !
      Aus einer Essstörung komme ich alleine nicht raus, es wird fachliche Hilfe
      unbedingt benötigt. (Daher auch Voraussetzung für Kostenübernahmen)

      Ein Lust- und Genussesser kann das durch eigene Disziplin und evtl.
      Unterstützung durch eine AC selbst steuern.


      So, ich hoffe ich stehe mit meiner Meinung nicht ganz allein da ?

      :Feuerwerk-01 Ich bin dabei - DU auch ? klick hier :Feuerwerk-01
      Foren-Team

    • das war genau das, was ich meinte.:daumenrauf
      habe es nur wesentlich kürzer formuliert
      ich kenne für mich, zum glück, diese situationen nicht, dass
      ich mir unbedingt, wo auch immer, was besorgen musste.
      es gab bei mir die zeiten, die wahrscheinlich jeder kennt (leere geldbörse)
      da habe ich lieber für meine katzen futter als für mich essen gekauft.
      tatsache ist, dass man oft aus zeitmangel zu den schnelleren dingen greift.
      wie schon mal beschrieben schnell brötchen statt gemüse oder salat weil
      man keine zeit oder lust mehr hat zum kochen nach dem job.
      petra:hmmm

      Unsere Träume können wir erst dann verwirklichen,
      wenn wir uns entschließen, einmal daraus zu erwachen.
    • Also ich bin felsenfest davon überzeugt, dass alle die an Adipositas leiden ein gestörtes Essverhalten haben. Ich rede nicht von Essucht sondern ein gestörtes Essverhalten. Wir wissen doch alle, was dick macht, was man in Maßen Essen darf und zu welcher Zeit.Und wenn wir uns nicht dran halten, dann finde ICH sind wir doch Essgestört.
    • Kurz und knapp:

      Chris hat es super formuliert :daumenrauf
      Das ist auch genau meine Meinung!
      Liebe Grüße
      Michaela


      ;hipp


      Das Erreichte ist noch nicht das Erreichbare...
    • Hi nochmal,
      ich stimme Chris auch zu.
      Es kommt sehr darauf an, mit wem man spricht!
      Beispiel: die Therapeutin für essgestörte Menschen, bei der ich Kurse besuche, sagt esssüchtig und höchstens ' trocken'.
      Meine Verhaltenstherapeutin meint: ich bin adipös und sehr klar was meine Vergangenheit und zielorientiert was meine Zukunf betrifft.
      Ich würde wegen Süßhunger nie extra losdüsen :zwinker wegen Nikotin sah das damals aber anders aus!!
      LG susi66
    • Hallo zusammen, auch ich möchte hier gerne meinen Senf zugeben, vor allem zu diesem Zitat:

      Die Frage ist eher, woher die Adipositas kommt? Nun kann man hingehen und simpel sagen: Weil ich mehr Energie zuführe als mein Körper benötigt. Dann stellt sich mir aber die Frage: Wieso führe ich denn mehr zu? Nur weil es gut schmeckt? Das würde ja bedeuten, das jedem, der schlank ist, das Essen nicht schmeckt.[/quote]

      Ja, ich bin der Meinung meinem Körper mehr zu geführt zu haben, als er benötigt hätte. Auch ich muß sagen, daß ich keine "Fressanfälle" hatte, auch mit Süßem und so weiter, glaube ich sagen zu können es im Griff gehabt zu haben. Ja, ich esse gerne und auch sehr genusvoll.
      Bin schlon als Kind übergewichtig gewesen. Meine Mutter hielt mich sehr kurz und eine Diät folgte der anderen. Süßes und andere Leckereien sah ich so gut wie nie und trotzdem bin ich heute stark übergewichtig. Ich nahm zwar bei diesen Diäten ab, doch halten konnte ich meine Gewichtsabnahmen nie. Heute weiß ich auch warum, ich hatte nämlich ständig HUNGER, denn mein Magen war schließlich genauso groß wie von einem Menschen der mehr Energie vertragen kann. Also aß ich bis ich satt war. Denn genau dieses Gefühl brauche ich um zufrieden zu sein.
      Genau aus diesem Grund habe ich mich auch zu meiner OP entschieden, denn bin ich satt bin ich zufrieden und ich kann auch bei kleineren Mengen genießen nur Hunger darf ich nicht haben. Hoffe eben nun mein starkes Übergewicht mit Hilfe des Magenbandes zu verlieren. Leider funktioniert es noch nicht so gut, aber ich bin ja erst am Anfang und ich werde nicht aufgeben.

      Das ist also meine Erfahrung und ich bin der Meinung nicht jeder Adipöse ist eßsüchtig, denn Eßsucht heißt für mich die totale Kontrolle über das Essverhalten zu verlieren.

      Gruß
      Christine
    • Hallo Chris,

      danke, du hast es vortrefflich formuliert. Genau darum geht es. Man muss nicht jedem adipösen Menschen eine Esssucht (und danach ging es in diesem Thread ja) andichten. Vielleicht sollten wir mal eine anonyme Umfrage machen ohne Begleittexte, wer ehrlich von sich sagt, dass er an Esssucht leidet, d. h. wegen seiner Essstörung in therapeutischer Behandlung ist.

      Das Ergebnis könnte man dann vielleicht im Arbeitskreis Kostenübernahme beim übernächsten Mal diskutieren. Sicherlich finden wir auch für diese "Statistik" eine Verwendung, um den Antragstellern ein wenig zu helfen.

      Liebe Grüße
      Marie
    • Hallo,

      ich glaube der Schlüssel dieser Diskusion liegt wie bereits Ute schon schreibt in der Definition: Was ist Esssucht, was bedeutet Essstörung. Schwierig macht die Situation zum einen, dass jeder essen muss und es ganz ohne einfach nicht geht - im Gegensatz zu Nikotin, Alkohol, etc.

      Aber durch unseren übermässigen Konsum bzw. Missbrauch, schaden wir unserem Körper und leiden am Ende körperlich und seelisch, weil wir in unserem Verhalten gefangen sind. Und wir können trotz besserem Wissen unser Verhalten nicht oder nur sehr schwer oder nur sehr kurzfristig ändern. Und das erinnert doch nun sehr an andere Süchte.

      Chris liegt sicher mit ihrer Aussage richtig, dass die meisten keinen Schaden nehmen, wenn der Kühlschrank mal leer ist. Aber macht es einen "guten" Süchtigen nicht gerade aus, dass er soweit organisiert ist und im Voraus plant und seinen Tagesablauf darauf einrichtet, dass solch ein Engpass nach Möglichkeit gar nicht entsteht?

      Und ganz ehrlich, kennt nicht jeder auch die Situation, dass man wahnsinnige Lust auf was Süsses, Salziges, Herzhaftes hat. Und wenn dann nichts da ist, was diese Gelüste befriedigt, könnte man die Wände hochgehen und kreist wie ein Tieger im Käfig immer wieder um den Kühlschrank...Und auch bein Nikotin oder THB Entzug gibt es meines Wissens nach keine ernsthaften körperlichen Entzugserscheinungen, sondern "lediglich" psychische.

      Und planen nicht viele von uns schon morgens was wir noch einkaufen müssen, damit es abends was leckeres zu essen gibt und verzichten wir dafür nicht ehr auf ein Treffen mit Freunden oder eine sportliche Aktivität. Oder suchen wir uns nicht im Urlaub eine Strecke für den Spaziergang aus an dessen Ende ein nettes Cafe oder Restaurant zur Stärkung liegt. Und müssen wir wenn wir eine Tagestour unternehmen nicht rechtzeitig zum Essen wieder da sein oder zumindest genügend Proviant mitnehmen....Richten wir nicht also unseren Tagesablauf tatsächlich nach dem Essen aus.

      Und jetzt kommt meiner Ansicht nach der entscheidende Knackpunkt...einige von uns können auch mit größter Willensanstrengung nicht allein aus diesem Teufelskreis heraus und wollen es vielleicht auch gar nicht, weil sie das Essen als "Fixpunkt" in ihrem Leben brauchen - das sind dann wohl die aus medizinischer Sicht Essgestörten. Die (hoffentlich) meisten von uns schaffen das aber zumindest eine Zeitlang (i.d.R. bis die Gewohnheit uns wieder einholt oder uns z.B. eine OP aus der Gewohnheit herausholt).
      Bis dahin...
      Hippelaender


      März - September 2014 MMK
      18/03/15 Antrag bei der KK eingegangen
      08/04/15 Zusage - genau 3 Wochen
      28/04/15 OP-Termin - RNY Bypass
      01/05/15 Entlassung


      [IMG:http://www.ketoforum.de/diaet-ticker/login/pic/weight_loss/131900/.png]
    • :hello

      Ob jeder Adipöse essgestört ist, das weiss ich nicht... ich kann nur von mir sprechen..

      ich bin essgestört, habe schon einige Klinikaufenthalte und jahrelange Therapie hinter mir und das Ganze immer noch nicht 100% im Griff...
      Wie Chris am Anfang irgendwo erwähnte, die Szene mit dem nachts an die Tanke, oder zu MC kenne ich nur zu gut.. Kein Essen im Kühlschrank zu haben hat bei mir Panikattacken und Unruhe ausgelöst.. Ich habe mir früh am Morgne schon den Plan gemacht wann ich wie und wo einkaufen gehe...
      So schlimm und akut ist es nicht mehr... aber ich habe immer noch große Probleme mich an ein einigermaßen normales Essverhalten zu halten...
      Mein Gewicht habe ich bis auf ein paar aufs und abs auch meistens im Griff.. aber zum Abnehmen langt es leider nicht.

      Ich freue mich wirklich aufrichtig zu hören dass es die "Genussesser" noch gibt. :Cherioh

      Also, ich hoffe dass mein Beitrag hier her gepasst hat.....
      :thanx Fürs Zuhören.... :grins
    • Guten Morgen allerseits.

      Die ursprüngliche Frage war nach Esssucht.

      Der Begriff Sucht wird in der Medizin schon lange nicht mehr verwendet und wurde weitestgehend durch Abhängigkeit ersetzt. Diese beschreibt das unabweisbare Verlangen nach bestimmten Stoffen oder Verhaltensformen, durch die ein kurzfristig befriedigender Erlebniszustand erreicht wird. Diesem Verlangen werden nach Verständnis der Weltgesundheitsorganisation die Kräfte des Verstandes untergeordnet. Es beeinträchtigt die freie Entfaltung einer Persönlichkeit und kann die sozialen Bindungen und die sozialen Chancen eines Individuums beeinträchtigen oder zerstören, was sehr häufig der Fall ist. Abhängigkeit wird von der WHO als Krankheit eingestuft und nicht als Willens- oder Charakterschwäche.
      Die WHO definiert Abhängigkeit als „einen seelischen, eventuell auch körperlichen Zustand, der dadurch charakterisiert ist, dass ein dringendes Verlangen oder unbezwingbares Bedürfnis besteht, sich die entsprechende Substanz fortgesetzt und periodisch zuzuführen.“

      In wieweit dies auf den Einzelnen zutrifft, muss - in meinen Augen - jeder für sich selber ausmachen.
      Ich denke jedenfalls, dass man es nicht pauschal für jeden Adipösen annehmen kann.

      Dann wurde von gestörtem Essverhalten gesprochen.

      Die Störung bezeichnet die Abweichung eines geplanten Vorgangs von seinem festgelegten oder vorausberechneten Verlauf aufgrund einer unvorhergesehenen endogenen (d. h. eigenverursachten) oder exogenen (d. h. fremdverursachten) Einwirkung.

      Da stellt sich mir die Frage, wie denn das Regelverhalten beim Essen aussieht. Da wir alle Individuen sind, ist es sicherlich extrem schwer zu sagen, wie denn eine richtige Ernährung und ein richtiges Umgehen mit dem Thema Ernährung aussieht.

      Marie hatte am Anfang versucht, die ganzen Sonderarten der Esser aufzuzählen (Vegetarier , ...). Das zeigt uns ja schon, dass es offenbar keinen Königsweg, kein richtig und kein falsch zu geben scheint.
      Man kann vielleicht einen Durchschnitt all dessen bilden, und sagen, das ist der rcihtige Umgang. Aber in wiefern dies etwas mit der tatsächlichen Realität zu tun hat, müsste auch noch überprüft werden.

      Eigentlich ist die Frage, ob man essgestört oder esssüchtig ist völlig irrelevant. Man gibt damit die Verantwortung ein Stück aus der Hand und übergibt sie an das "Schicksal", das einen so gebeutelt hat.

      Entscheidender ist in meinen Augen, dass man für sich erkennt, dass etwas falsch läuft, und dass man versucht einen für einen selber richtigen Weg einzuschlagen. So behält man das Zepter in der Hand und kann eigenverantwortlich dagegen handeln.

      "Schicksal" ist oft ein bequemes Kissen, auf dem man vortrefflich sitzen kann und sich in Gedanken um die Ungerechtigkeit der einem genommenen Chancen sinnieren kann. Auf diesem Polster vergisst man jedoch oft zu gern, dass man sich diese selbst erkämpfen kann (und muss).

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von BHSommer ()



    • Zur Zeit gibt es wieder viele Menschen hier im Forum,
      die sich hier informieren.

      Wer sich nicht sicher ist, ob er/sie an einer Essstörung
      leidet, der sollte sich eine Beratung bei einem Therapeuten
      oder zumindest bei einer Ernährungsberatung holen.

      Ja holen - denn von allein passiert nix.
      Krankenkasse anrufen und nach Ernährungsberatung fragen
      und dort über das jetzige Essverhalten sprechen.


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      Foren-Team

    • Original von Hippelaender

      Chris liegt sicher mit ihrer Aussage richtig, dass die meisten keinen Schaden nehmen, wenn der Kühlschrank mal leer ist. Aber macht es einen "guten" Süchtigen nicht gerade aus, dass er soweit organisiert ist und im Voraus plant und seinen Tagesablauf darauf einrichtet, dass solch ein Engpass nach Möglichkeit gar nicht entsteht?


      Richtig, wer unter einer morbiden Esssucht leidet, wie z.B. Bulimie oder BED, wird sicherlich dafür sorgen. Das wiederum bestätigt keine Ansicht.

      Und ganz ehrlich, kennt nicht jeder auch die Situation, dass man wahnsinnige Lust auf was Süsses, Salziges, Herzhaftes hat. Und wenn dann nichts da ist, was diese Gelüste befriedigt, könnte man die Wände hochgehen und kreist wie ein Tieger im Käfig immer wieder um den Kühlschrank.


      Kenn ich persönlich nicht - deshalb auch hier wieder der Hinweis wie vor.

      Und planen nicht viele von uns schon morgens was wir noch einkaufen müssen, damit es abends was leckeres zu essen gibt und verzichten wir dafür nicht ehr auf ein Treffen mit Freunden oder eine sportliche Aktivität. Oder suchen wir uns nicht im Urlaub eine Strecke für den Spaziergang aus an dessen Ende ein nettes Cafe oder Restaurant zur Stärkung liegt. Und müssen wir wenn wir eine Tagestour unternehmen nicht rechtzeitig zum Essen wieder da sein oder zumindest genügend Proviant mitnehmen....Richten wir nicht also unseren Tagesablauf tatsächlich nach dem Essen aus.


      Mein lieber Scholli - jetzt merke ich, woran morbide Esssucht festgemacht werden kann. Vielen Dank dafür, denn das war mir bisher in dieser Form einfach nicht gegenwärtig. Da ich selbst eben immer glaubte und es nunmehr auch bestätigt erhalte, dass ich an keiner morbiden Esssucht leide, habe ich mir solche Gedanken auch nie gemacht. Der Psychotherapeut war im Übrigen auch dieser Meinung.

      Und jetzt kommt meiner Ansicht nach der entscheidende Knackpunkt...einige von uns können auch mit größter Willensanstrengung nicht allein aus diesem Teufelskreis heraus und wollen es vielleicht auch gar nicht, weil sie das Essen als "Fixpunkt" in ihrem Leben brauchen - das sind dann wohl die aus medizinischer Sicht Essgestörten. Die (hoffentlich) meisten von uns schaffen das aber zumindest eine Zeitlang (i.d.R. bis die Gewohnheit uns wieder einholt oder uns z.B. eine OP aus der Gewohnheit herausholt).


      Trotzdem ich eben an keiner morbiden Esssucht gelitten habe bzw. leide, so kann ich diesen letzten Punkt von dir voll nachvollziehen. Denn auch ohne diese psychische Suchterkrankung kam ich selbst aus meiner Genussesserei oder sagen wir auch ruhig von meiner Genussfresserei nicht mehr raus. Das hätte Jahre gedauert und diese Zeit hatte ich schon altersmäßig nicht mehr.

      Sorry, dass ich erst jetzt auf dein Posting antworte - ich hatte es glatt überlesen. :ooops

      LG Marie
    • :hello

      Ich finde diesen Thread so höchst interessant, dass ich einfach mal wieder hoch hole!


      :grins :daumenrauf
      Liebe Grüße

      :sonne1

      Pio


      Mitglied im Adipositas-Verband-Deutschland e.V.

      [IMG:http://www.ketoforum.de/diaet-ticker/pic/weight_loss/103306/.png]

      10.07.2008 - 185,0 kg - Einsatz Magenbalon
      15.07.2011 - 172,0 kg - Einrücken ins Krankenhaus
      27.07.2011 - 161,0 kg - OP Gewicht
      03.09.2011 - 149,2 kg - Wow... U 150 *freuhüpf*


      "Der Neid der Menschen zeigt an, wie unglücklich sie sich fühlen.
      Und ihre beständige Aufmerksamkeit auf fremdes Tun und Lassen,
      wie sehr sie sich langweilen...!"
      Arthur Schopenhauer (1788-1860)
    • Hi!
      Jetzt muß ich auch mal was sagen. Der Mensch ist ein Ganzes. Körper, Geist und Seele und untrennbar miteinander verbunden. Diese Aussage bringt mich auch im Bezug auf Adipositas bzw. Esstörung zum nachdenken. Für mich ist jeder Übergewichtige essgestört. Natürlich Krankheiten ausgenommen. Viele Menschen sind Genussesser. Aber ein Genussmensch braucht keine Riesenmengen an Essen um seine Lust zu befriedigen. Ich bin essgestört habe viel für meine Psyche getan und mit der Op wird das auch nicht vorbei sein. Die Op ist der Weg um mit dem körperlichen Problem fertig zu werden. Am Kopf muß ich noch arbeiten.
      Im übrigen denke ich, daß es kaum einen Menschen in Deutschland gibt der vernünftig mit dem Essen umgeht. Dieses ganze Thema ist so unnatürlich geworden. Egal ob man dünn oder dick ist.
      Liebe Grüße
    • Sucht oder nicht Sucht?

      Tja... Sucht kann alles sein, was mißbräuchlich benutzt wird, um einen anderen Effekt zu erzielen als den ursprünglich zu der Sache gehörenden. Also kann Essen genauso zur Sucht werden wie alles andere!!!

      Bin ich süchtig? Keine Ahnung.... ich habe nie die Massen von ekligen Fettmachersachen gegessen wie andere meiner "Gewichtsklasse", ernähre mich gesünder als eigentlich alle meine Kollegen und und mach Sport. Abends hab ich Probleme, ok, aber das liegt auch am Stress auf der Arbeit. Soweit also nix mit Sucht.

      ABER: wenn mir irgendwer versucht einzureden, dass ich "nur mal eben unter 1000 Kalorien essen muß oder irgend ein ekliges Gesöff zur Gewichtsabnahme trinken soll" d.h. ich mich nur noch kasteien soll und das einzige sinnliche Erleben in meinem Leben wegfallen soll (ich rauche nicht, ich trinke nicht, ich hab seit Jahren keinen Sex und auch keine Hoffnung mehr drauf) DANN gerate ich in totale Panik! Ist das Sucht oder einfach ein emotionaler Überlebensreflex? Fragt man einen Arzt wird der sicher sagen das ist krank, denn es MUSS ja am Essen liegen.... Ja muss es? Wenn ich mich gut fühle, wenn ich mein Stresslevel runterfahren kann (wenn doch mal wenigstens kurzfristig ein Verehrer da ist, der Chef länger in Urlaub ist oa.) dann nehme ich ab. Nicht viel, aber immerhin. Und zwar OHNE Kalorienzählen oder irgendwas zu ändern.... manchmal sogar TROTZ "Ausrutschern" wie Essen gehen u.ä. Also muss doch noch was anderes den Stoffwechsel beeinflussen, nicht nur die Kalorien, oder?

      Ich hab also keine Ahnung ob ich süchtig bin oder nicht. Und erst recht nicht, ob jeder andere mit 2 kg zu viel das ist oder nicht. Und ja, viele wissen wirklich nicht wie ungesund ihr Essen ist (dass z.B. Süßstoff ein Masthilfsmittel ist, dass Weingummi auch dick macht wo doch kein Fett drin ist usw.....). Viele glauben leider was die Werbung sagt. Die sind nicht süchtig - jedenfalls nicht zuers, oder?

      lG
      Gabi
    • Ich sage, ich bin essgestört, aber nur Phasenweise ;o) (meine ich zwinkernt;o)
      Das soll heißen:
      Ich habe Phasen, da esse ich jeden Tag eine Packung Kuchenteig, und es gibt Phasen, da esse ich nomal und es gibt Phasen da esse ich kaum was. Und ich glaube das normale Hunger-, Satt- und Durstgefühl sind bei mir verschwunden. Desswegen kann ich gar nich sagen ob ich normal esse oder nicht. So esse ich meißtens normale Portionen, mein Mann isst z.B. viel mehr. Bei mir kommen halt dann immer diese Phasen.
    • Liebe Marie,

      eigentlich hast Du Deine Frage nach der SUCHT doch selbst beanwortet, indem Du in einer Deiner Antworten schreibst:

      "Selbst jetzt, wo ich Kleidergröße 38 trage, leide ich immer noch an Adipositas - und zwar den Rest meines Lebens.Auch wenn ich diese Erkrankung im Griff hab."

      Genau das zeichnet eine SUCHT doch aus. Dass sie einem erhalten bleibt, obwohl man (in unserem Fall) abgenommen hat und HEUTE sofort gegensteuert, wenn was aus dem Ruder läuft.

      Aber wie der Alkoholiker, der Drogensüchtige, der Medikamentenabhängige bleibt ESSEN lebenslang ein "Problem" für uns.

      Ich und - wie ich in vielen Threads lesen kann - viele andere Operierte hier haben nach einiger Zeit doch wieder das "Problem" mit diesem kleinen fiesen Schweinehund in uns. WIR SIND NICHT IM KOPF OPERIERT. Wie oft schreiben wir das in Antworten an Fragende hier.

      Ich glaube schon, dass jeder morbid Adipöse mehr oder weniger süchtig ist - nicht nach dem Essen an sich, sondern nach Aufmerksamkeit, nach Liebe, nach Teilhabe am sozialen Leben oder was auch immer.

      Warum essen wir zuviel? Doch nicht, weil wir HUNGER im Sinne von Nicht-verhungern-müssen haben. In unserer Überflussgesellschaft MUSS niemand verhungern.

      Nein, das Zuviel-Essen ist doch (jedenfalls zu 95 %) oftmals das Hungern nach ganz anderen Dingen oder die Unfähigkeit, mit LANGEWEILE, mit FRUST, mit ZURÜCKWEISUNG, mit MISSACHTUNG, mit NIEDERLAGEN usw. umzugehen.

      Aber das ist natürlich nur meine Meinung!
      [IMG:http://www.ketoforum.de/diaet-ticker/pic/weight_loss/89860/.png]
      01.01.09 146 kg, 18.02.09 (OP) 143,5 kg
      Der Adipositas-Stammtisch Rhein-Neckar trifft sich jeden 1. DIENSTAG im Monat ab 19.00 Uhr im Gasthaus "Zum Wiesengrund" in ZUZENHAUSEN!
    • sorry, aber es hat nie für mich gegolten als Dicke

      Mehrfach getestet, auch beim Kampfgewicht deutlich oberhalb von 170 KG. Ich war essgestört in Punkto Mengen, aber ganz sicher nicht Ess-süchtig, haben verschiedene Weisskittel im Laufe der Jahre bestätigt, zu ihrer grössten Verwunderung

      Ich hab zuviel gegessen, wenn es schmeckte. Aber nie einen Happen der nicht geschmeckt hat. Es konnten 4 Riesensteaks werden, aber beim 4. hab ich oft nach 1 oder 2 Happen aufgehört, weil es nicht mehr schmeckte. Teller aufessen ohne Appetit gab es nicht, Töpfe auslecken auch nicht. Und aus Langeweile irgendwas rein zu schieben, was nicht lecker war, noch weniger. Wenn ich frustriert war hab ich gelesen oder gestrickt, aber nie gegessen.

      Und wenn es nix leckeres gab bin ich weder rumgetigert noch hab ich Panik geschoben, ich hab halt nix gegessen und Kaffee oder Cola Light getrunken. Die ganze Shitte mit den Süchten hab ich mir zugelegt mit der Abnahme, nach OP. Ich kann also sagen, ich war eine mengengestörte nicht-Esssüchtige, ich bin jetzt und werd bis zum Lebensende eine halbwegs Normalgewichtige bleiben, aber mit einigen mächtigen Sprüngen in der Schüssel

      Fressanfälle hab ich bis zur OP nicht gekannt, Frustfressen auch nicht, und mich mit Futter zu trösten, das gab es auch nicht.
      Heulend ins Bett zu gehen weil ich etwas essen wollte aber nicht durfte oder nicht in den Mengen die ich wollte auch nicht.
      Ich bin jetzt weitaus gestörter als ich es jemals als Dicke war, nur dass es nicht mehr auffällig ist, optisch

      Nee, von dem Standpunkt her hat mich die OP ganz schön zu Boden geworfen :daumenrunter
    • Hallo MoMa,

      ich kann dir nur zustimmen. Ich habe mich niemals für esssüchtig gehalten und das wurde mir auch ärztlicherseits bestätigt.

      Adipostias als solches ist eine Krankheit und an dieser leide ich nun einmal. Das ist mir bewusst und dagegen muss ich ankämpfen, was ich ja seit mehr als 3,5 Jahren schon erfolgreich tue. Die Abnahme selbst war nicht so aufreibend, aber das Halten des erreichten Gewichts verlangt immer wieder viel Disziplin. Gott sei Dank, habe ich diese in den letzten 3,5 Jahren immer wieder erlernt und anwenden können.

      Ich war früher nie ein Volumenesser, sondern ein ein Genussesser und bins auch heute noch. Mir kann man eine Freude mit einem ganz tollen Essen machen. Ich esse nicht zur Nahrungsaufnahme, sondern einfach darum, weil das Essen für mich Lust bedeutet, es ist teilweise ein erotisches Erlebnis - damals wie heute. Auch wenn man kein Volumenesser ist, Sahne und Butter (beides Geschmacksträger) haben sehr viele Kalorien, die das Gewicht in die Höhe treiben.

      Außerdem bin ich Hobbyköchin. Und es macht mir einen Riesenspaß, meine Gäste zu bekochen. Ich esse dann so gut wie nix, weil ich einfach satt bin, nicht vom Probieren, sondern von den Gerüchen in der Küche. *lacht*

      Nach wie vor behaupte ich, dass nicht jeder morbid Adipöse eine psychogene Esssucht hat (wie z.b. Bulimie oder BED). Dass er an einer Krankheit namens Adipositas leidet, ist unbestritten.

      LG Marie