Kostenexplosion WHO für Selbstzahler

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    • Kostenexplosion WHO für Selbstzahler

      Hallo Verein :) ,

      der Adipositasverband hat sich ja schon vielerorts eingebracht.

      Daher heute meine Frage, ob Ihr in der folgenden Problematik einen Vorstoß im Sinne der Betroffenen unternehmen wollt:

      Thema Wiederherstellungs-OP's

      Man erhält eine Ablehnung oder auch eine teilweise Ablehnung und erwägt, die (übersteigenden) Kosten selbst zu tragen. Evtl. auch, weil man weitere Rechtsmittel ausschöpfen, aber nicht den langwierigen Ausgang abwarten will. Nun habe ich da ein nettes Beispiel, wie ein Betroffener noch betroffener wird.
      Bauchfalte ist genehmigt, Bodylift aber nicht.
      Würde die GKV den Bodylift übernehmen, so würde es sich um Mehrkosten von rd. 1.700 Euro handeln (Angabe der Klinik). Aber is ja abgelehnt, nich...
      Würde die Betroffene die Kosten übernehmen wollen, so betragen die Mehrkosten rd. 5.100 Euro (ebenfalls Angabe der Klinik)!
      Das Dreifache für dieselbe Leistung.
      Und das nur, weil es eben bei den Krankenversicherungen Pauschbeträge gibt und mit Normalsterblichen nach GOÄ abgerechnet wird.

      Würde die Betroffene nun tatsächlich mal eben so das Dreifache ausklinken und bekäme sie irgendwann von Rechts wegen die Bewilligung des Bodylifts zugesprochen, so bliebe sie aber trotzdem auf einem Großteil der vorgelegten Kosten sitzen. Also letztlich ist sie immer die Dumme.

      DAS ist nicht fair!
      Kann man hier nicht von Seiten des Verbandes eine verträglichere Lösung herbeiführen?

      LG
      Mariellchen
    • Hi, Mariellchen


      du hast absolut Recht, das ist nicht fair......und es währe sicherlich auch eine Anliegen, was der Verein im Hinterkopf haben könnte.


      Hättest du den eine Idee was und wie dagegen vorgegangen werden könnte......


      Ohne den anderen vorzugreifen ......... fehlt Uns im Moment die "Man-Power" da aktiv zu werden ......


      Aber vielleicht fällt dir ja was gutes ein......


      alles Liebe aus Bochum :knuddel Bis bald mal wieder :blumen


      SHG Bochum & Wattenscheid :jubel SHG Gelsenkirchen -Ückendorf
      Jeden dritten Dienstag im Monat: 18.00 Uhr :zungerausstrecken Jeden ersten Dienstag im Monat: 19 Uhr



    • Nunja, der Weg kann ja nur sein, mit den Plastischen Chirurgien zu verhandeln, denn die KK'en sind ja bei dem Thema völlig raus.

      Nur die Klinik verdient daran, dass jemand selber zahlen muss, und zwar nicht zu knapp. Das ist nicht einzusehen, denn in der Hauptsache trifft es ja Leute, die möglicherweise einen Anspruch bei der GKV hätten, aber auf Grund noch zu unterschiedlicher Beurteilungen der MDK's nicht in den Genuß kommen. Die sind also doppelt gestraft, wenn die Klinik dann noch mal das Doppelte drauf legt. Muss auch m. E. nicht sein. Die GOÄ sieht ja teilweise recht großzüge Sätze vor und ich bin sicher, dass es alleine in der Entscheidung der Klinik liegt, wie sie mit solchen Fällen umgeht und welches "Angebot" sie macht.

      Diese Leute haben ja meist auch alle ein Gutachten erhalten, wonach der Eingriff nötig ist und genau in diesen Fällen sollte man, wenn derjenige selbst zahlen muss, entgegenkommender sein.
    • Als Selbstzahler ist man sofort Privatpatient, und wird nach dem Modus abgerechnet. Als Selbstzahler gilt die Op als Schönheitsoperation und da fällt auch noch zusätzlich die Mehrwertssteuer an, nicht unerheblich hoch bei solchen Beträgen.

      Ich habe nun alle meine WHO hinter mir in drei verschiedenen Kliniken, wobei ich noch viel mehr Kliniken als Vorgespräch hatte. Resümee ist, jede Klinik jeder Arzt hat ein anderes System bei der Abrechnung. Es gab Ärzte, die trotz kassenzusage noch einen privaten Zuschlag wollten, und andere denen die übernahmeerklärung reichte. Man kann versuchen mit den Ärzten zu verhandeln, und wie beim Handwerker verschiedene Angebote einholen.
      Mein Bodylift brauchte übrigens fünf nach Op,s, wenn ich da keine kassenüvernahme gehabt hätte, wäre ich arm geworden. nach der ersten Version des Bodylifts in Wesseling war ich fünf Monate krank geschrieben, wäre teuer gewesen, ohne Krankenschein.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von An-Chi ()

    • Letztlich ist mir ja wurscht, wie die auf Betrag X kommen.
      Fest steht aber, dass ich das Dreifache für dieselbe Leistung zahlen soll, obwohl die Klinik im Gutachten ja selbst sagt, es ist medizinisch nötig.

      Ich frage mich in diesem Zusammenhang auch, wie das wohl mit dem neuen Patientenrechtegesetz harmonieren soll.
      Stellen wir uns vor, jemand lässt die begehrte OP dann machen, weil er innerhalb der vorgesehenen Frist keine Nachricht der KK erhielt. Somit gilt sie ja als genehmigt.
      Er geht dann also zur Klinik und wird doch dort niemals wie ein Patient mit offizieller Zusage behandelt!
      Also wieder die "private" Variante, das Dreifache... Kommt die Zusage dann tatsächlich irgendwann, hat der Patient ordentlich Miese gemacht.

      Ich finde schon, dass man das an geeigneten Stellen mal näher beleuchten sollte...
    • Ja, deshalb lohnt sich ja hier vielleicht auch eine Art Abrede für einen bestimmten Personenkreis - insbesondere dann, wenn ein gesetzlicher Anspruch durch die Klinik auf Grund des gegebenen Gutachtens gesehen, aber durch die Kasse erst mal nicht bestätigt wird.

      Ein wilder Handel und uneinheitliche Vorgehensweisen können hier eigentlich nicht in unserem Interesse sein.

      Gerne kann sich hier aber auch der Verband zu Wort melden............................
    • Nachdem es ja nun amtlich ist, der SMD hat meine BD-Korrektur auch abgeschmettert, steht nun bei mir die Überlegung der Selbstzahlung an.
      Ich kann nun zwischen zwei Alternativen wählen. Die erste wäre, dass ich sehr kurzfristig angerufen würde( ca. 1 Woche vor OP) und dafür einen Preisnachlass von 20% bekäme. Die zweite Alternative wäre die OP im Rahmen eines Workshop, da gingen dann 40% runter.
      Die Frage ist natürlich, von welchem Grundpreis ich ausgehen müsste.
      Ich könnte mir aber sehr gut vorstellen, wenn ich die Option Workshop mit 40% Nachlass wähle, dass das so ungefähr der Preis wäre, den auch die KK zahlen würde.
      In 4 Wochen habe ich ja mein OP Vorgespräch zur Bruststraffung, dann möchte ich genaue Preise wissen und werde dann entscheiden ob das finanziell überhaupt zu stemmen ist für mich.
      Liebe Grüße

      Iris


      Der Körperumfang eines Nilpferdes zeigt, das vegetarische Kost auch nicht schlank macht.
    • Z nehmen

      Der durchschnittliche Privatkassensatz liegt bei dem 2,3 fachen AOK Satz. Es gibt auch plastische Chirurgen, die den dreifachen bis vierfachen Primärkassensatz nehmen.
      Die günstigste Variante (2,3 fache Satz minus 40 Prozent sind immer noch massiv über dem Primärkassensatz. Zusätzlich kommen 16 Prozent Mehrwertssteuer, die bei einer Schönheitsop fürs Finanzamt anfallen, weil nur von der Kasse genehmigte Ops frei von Mehrwertsteuer sind.
    • Also erstmal herrscht da halt freie Marktwirtschaft, die ja alle immer haben wollen, solange es nicht um ihr Portemonnaie geht. Und die andere Frage, die ich mir gerade stelle: wieso soll es der gleiche Preis sein? Für mich sind das 2 unterschiedliche OP's, da ja von der Krankenkasse das eine genehmigt hat und das andere nicht.
      Kann mir vielleicht jemand mal erklären, was der Verein klären bzw verhandeln soll? Es kann sein das ich gerade total auf dem Schlauch stehe.
      Bin über Antworten echt dankbar.
    • @ dani80

      Im Eingangsposting ist eigentlich alles erklärt....

      Es geht im idealen Fall nämlich nicht um 2 OP's. Die Bauchfalte ist Gegenstand des Bodylifts und wenn nur die genehmigt ist und der gesamte Bodylift später genehmigt wird, dann erst geht es um zwei OP's, falls man eben nicht in Vorleistung geht. Mal abgesehen von doppelter OP-Belastung, Narkose, doppeltem Abheilungsprozess ist das für Arbeitnehmer auch nicht ganz unproblematisch, weil dann (unnötigerweise) 2x Ausfallzeiten entstehen. Ich hoffe, ich konnte Dir die Problematik näher bringen...

      Vom Verband wünsche ich mir (aber auch das steht oben schon ausführlich), dass er versucht, für die Betroffenen, die von der Klinik ein Gutachten erhielten, dass der begehrte Eingriff medizinisch notwendig ist, einheitliche und gerechtere Konditionen zu erwirken, damit eben unnötige Doppelbelastungen wie oben vermieden werden. Darüber hinaus bringt es mir gar nichts, wenn ich mit 5.100 Euro in Vorleistung gehe (wo es die KK "nur" 1.700 gekostet hätte), hinterher eine Bewilligung erstreite und trotzdem Miese i. H. v. 3.400 Euro gemacht habe!!! Ist eigentlich nur eine Rechenaufgabe...

      @ An-Chi und dani80

      Woher die unterschiedlichen Abrechnungen herrühren, ist mir klar, da muss man mir nix von GOÄ und Mehrwertsteuer erzählen. Darum geht es hier gar nicht.



      Da sich kurz nach Einstellen dieses Themas 6 Leute dafür bedankt haben, gehe ich davon aus, dass das auch für andere interessant ist.
    • Hallo mariellchen,
      Das mit den OPs habe ich jetzt verstanden. Da ich mich noch nicht mit den WHOs beschäftigt habe, war mir das unlogisch. Deshalb danje für deine Erklärung.

      Das mit den Konditionen und so verstehe ich inhaltlich und menschlich, frage mich aber ob der Verein bei den Krankenkassen, Kassenärztlichen Vereinigungen und beim GKV solchen Einfluss hat. Denn dafür müssten Gesetzesänderungen her, die vom GKV ausgearbeitet, vom Bundestag und Bundesrat verabschiedet werden und dann müssen es die KK auch noch umsetzen. Ich denke dafür sind WHO Ops zu selten, im Verhältnis zu den Gesamt-OPs, und von daher hab ich Zweifel, dass dieser Aufwand gemacht wird. Wie gesagt, ich kann den Wunsch verstehen und wäre auch dafür, da es mich auch irgendwann betreffen wird, aber ich habe nicht wirklich Hoffnung. Aber vielleicht schafft der Verein ja das Wunder.
    • Nein, natürlich hat der Verband bei GKV und Kassenärztlicher Vereinigung wenig Einfluss.
      Aber auch darum ging es nicht.

      Hast Du nicht selbst in Deinem ersten Posting was von freier Marktwirtschaft geschrieben? Ärzte haben nach GOÄ eine gewisse Spanne und die wird natürlich meistens voll ausgeschöpft. Aber wer sagt denn, dass das sein muss? Schließlich kommen die Kliniken ja auch mit dem Pauschbetrag der KK aus. Daher wäre das Optimum Pauschbetrag plus Mehrwertsteuer.

      So, nun wäre es aber wirklich schön, wenn das Thema an sich voran käme... -soone2:
    • Mariellchen,

      Ich hab auch in DE angefragt als Selbszahlerin nach Verhauen.

      Was hälst du denn wenn DU WIRKLICHES HOCHNIVEAU haben willst, mit Toledo Technik (einzige ohne soviel Narben was immer Lymphablauf trifft) für zum 3. Mal
      Abdomino Richtigstellung, diesmal dann in Uniklinik, von :

      18.000 Euros in 2 OP's (davon schon drin, je OP 3.000 Euro Risikozuschlag - habt ihr nicht wenn der Chirurg eine der beiden Versicherungen hat)

      Nicht inbegrifen CHEFARZT Zusatzhonoror
      Nicht inbegriffen Zusatzhonorare Privatpatientin OA, Chefarzt wenn Komplikationen

      Dann sind die andern Verhaue mit eigenlich nötigen Nach-OP's nach 6 Jahren noch nicht drin - dazu haben wir fast alle Nach-OP's und damit verändert sich der Körper immer wieder mal. AUCH OHNE ZUNAHMEN ! Aber die Fettzellen verändern sich auch, man wird dicker wo man es nicht vorher war ......... Und ich hab nur 32 kg verloren und Muskelmasse über Norm. Pure Kata für mich auch als ewige Sportlerin.

      Ehrlich, ich hab es schon oft die letzten Jahre gesagt, Ich hätte DIREKT nach Paris oder zu den wenigen TOLEDO-TECHNIK Spezialisten fahren sollen und selbst zahlen sollen. Das hätte mich nicht fast umgebracht wohl mit bleibenden Läsionen. JA ES GEHT AUCH UM GELD ..... auch hier im Land inzwischen. Sie fragen fast ALLE mehrere Tausend Euros zusätzlich, wenn man besseres Ergebnis haben will, als die Krankenkasse zahlt. Ich hab bis jetzt schon 10.000 Euro Anwaltskosten seit 2010 dahin gelegt und kein Resultat - jetzt muss ich November nach Paris für Expertise bei Gerichtsspezialisten weil wir keinen haben in Luxbg und in 2 Ländern deren verweigerten.... spezielle Branche hmmmm. Mein Ex-Plasti will auch da sein, gut dass ich ihn nicht mehr umbringen will. Vieles wird einfach unterbuttert in der Branche - ich hab Prof. Weiner auch gesagt: DIE PLASTISCHEN OP's machen oft mehr auch intra-abdominal und systemischen Mist als die AC's. Nur wer erkennt schon die Zusammemhänge langfristig.....

      DIE ZUZAHLUNGEN von mehreren tausenden Euros kenne ich aber auch von vielen in DE - ansonsten wird es immer noch mehr meterweise Narben leider. Und kaum mit schonender und Hochtechnik je Körper. Oft wird stundenweise jetzt zu mehreren Ärzten im OP rundum operiert und GOTT eine einzige Lymphkatastrophe meist. Das ist nicht mehr "OBERFLÄCHLICH" das geht mitten ins Lebendige.

      Wenn du was haben willst, SCHONEND UND SO GEFÄLLIG WIE MÖGLICH, wenn nicht soviel Gewicht verloren - dann gehts richtig ins Geld. War mir das vor Jahren auch nicht so bewusst - das Lernen war mehr als hart.

      MJ :hexe :hexe :hexe
      01/2006 Magenbypass RNY Luxbg, 4.Tag heim,3 WH-OP's in 1 Jahr Luxbg, Adhäsionen Bauchraum,Sub-Illeus, toxische Encephalopathie, Dumpings, Intoleranzen (Lebensmittel/Medis), Wegtreten,Transfert UK Essen,plastische Adhäsiolyse OP, intestinale Dysbiose, 8 Neoplasien, 4fache Antibiose, Absturz Leber, Nieren, Mitralklappeninsuffizienz, Lymphstaus, Bauchnabelhernie. :) ICH BIN WIEDER DA 04/2013 Prof. WEiNER KH SH jetzt Offenbach - Zwerchfellplastik, Adhäsiolyse, 2fache Blindloopresektion Dünndarm, Neuverlegung RNY. 2 Genmutationen erkannt, 03/2014 5. WHO Fibrose Absaugung Frankreich :thumbsup: 08/2015 Fibroscan Leberfibrose :cursing: BIN OK :hexe

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Woodylee ()

    • Heute habe ich die Kostenaufstellung meiner Zuzahlung bekommen. Im Rahmen meiner Bruststraffung möchte ich ja einen Chest Lift mitmachen lassen. Ich muss 1500€ zuzahlen. Mit diesem Betrag habe ich gerechnet und finde das daher ok.
      Liebe Grüße

      Iris


      Der Körperumfang eines Nilpferdes zeigt, das vegetarische Kost auch nicht schlank macht.
    • @ ratze
      Das ist auch vollkommen in Ordnung.


      @ all

      Schade, dass auf mein eigentliches Anliegen keine Reaktionen gekommen sind.
      Es geht hier nicht um allgemeine wirtschaftliche Grundsätze und dies ist auch kein Angriff auf die Plastische Chirurgie - offensichtlich ist das nicht angekommen.
      Eine inhaltliche Reaktion des Verbandes bleibt leider auch aus. Ich habe durchaus Verständnis für personelle Engpässe, aber eine Äußerung hier im Forum sollte durchaus drin sein.

      Noch ein Wort zum Abschluß:
      Im Kölner Raum haben es die Leute enorm schwer, bei der Begutachtung durch den MDK eine Empfehlung für eine WHO zu bekommen. Lasst mal Revue passieren, wie oft Ihr hier gelesen habt, dass jemand aus diesem Bereich nun stationär geht. Für die Leute, die in anderen Regionen Deutschlands problemlos innerhalb weniger Wochen die komplette WHO-Palette zugesprochen bekommen, mag dieser Thread unverständlich oder belanglos sein. Und natürlich auch für die, die finanziell großen Spielraum haben.
      Aber für den Personenkreis, der um jeden kleinen Schritt kämpfen muss und dann auch noch das Dreifache als die Kasse zahlen soll, wäre die Sache schon interessant.

      So, nu aber genug - ich betrachte das Thema damit als gestorben.
    • Hallo Mariellchen,

      Andrea hatte ja als Vorstandsmitglied zeitnah auf deinen Beitrag reagiert. Ich möchte nun auch inhaltlich hierzu Stellung nehmen.

      Grundsätzlich sehe ich es nicht als Aufgabe des Verbandes an, sich in dieser Sache in Preisverhandlungen mit Krankenhäusern zu begeben. Auch finde ich die Wortwahl "Kostenexplosion" nicht passend.

      Auch bei der Adipositas-Chirurgie gibt es ja das von dir beschriebene Phänomen, dass die "Selbstzahlerpreise" von den "Kassensätzen" abweichen. Dieses kann unterschiedlichste Gründe haben, z. B. Zuschläge für Chefarztbehandlung, mögliche Komplikationen, eventuell anfallende Umsatzsteuer in Höhe von 19%, etc. . In der Adipositas-Chirurgie entstehen auch dabei je nach Klinik Zuschläge von bis zu 100% des Kassensatzes. Auch ist es in manchen Kliniken so geregelt, dass "Selbstzahler" wie Privatpatienten behandelt werden, d. h. mit entsprechenden Privat-Zuschlägen für z. B. den Operateur und/oder Anästhesisten.

      Somit gibt es auch im Bereich der plastischen Chirurgie ein preisliches Spektrum von unter Kassensatz bis hin zu hohen Zuschlägen. Die Kalkulation wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Um hier eine gewisse Transparenz zu erreichen, können ja die Preise und Erfahrungen der verschiedenen Kliniken z. B. in dem Beitrag Selbstzahlerpreise bei plastischer Chirurgie ? Erfahrungen aus 2013? zusammengetragen werden, um so auch anderen Betroffenen bei der Entscheidungsfindung zu helfen. Vielleicht bewegt das dann ja die ein oder andere Klinik dazu, die derzeitige Preispolitik zu überdenken.

      Letztendlich muss jeder für sich selbst entscheiden, welche Klinik man zu welchen Konditionen auswählt. Ich denke der Markt ist an dieser Stelle groß genug.
    • Hallo Patrick,

      zunächst mal :thanx für Dein Statement.

      Ich kann da aber nicht in allem zustimmen.
      M. E. vertritt der Adipositasverband die Interessen seiner Mitglieder rund um Adipositas.
      Dazu gehören die WHO's nach einer Gewichtsabnahme auch und wer sagt denn, dass sich die Interessen der Mitglieder (die ja der Verband vertritt) nicht auch mal wandeln können?
      Insofern finde ich schon, dass sich der Verband zumindest thematisch damit auseinandersetzen sollte.

      Du hast vollkommen Recht damit, wenn Du sagst, dass Preisverhandlungen nicht Aufgabe des Verbandes sind. Das habe ich auch gar nicht gewünscht. Aber es wäre ein gelungener Schritt, wenn der Verband auf dieses Problem aufmerksam machen könnte - das ist ein ganz anderes Entree in die Thematik, als wenn ein Einzelner darauf anspricht. Und klar ist der Markt groß, aber die Plastischen Chirurgien mit entsprechendem Erfahrungsschatz sind nicht üppig gesät und regionsweise recht begrenzt.

      Ich habe aber verstanden, dass das Thema wenig willkommen ist und daher schon damit abgeschlossen...